Sonntag, 23. Juni 2013

Friedliche, freundliche Füße

Selten wie jetzt werden meine Beine so ausgeruht sein wie jetzt. Nach aufgescheuerten Fersen, dicken Blasen und Krusten, nach Hitzewelle, nach Dschungel im Job, nach müden Beinen, nutze ich die Chance. 
So fahre ich nach reichlichem aufwärmen immer im auf einem Rundkurs an dem nicht all zuviel Verkehr herrscht.
Nach 43 Kilometern habe ich einen 60 Minuten Feldtest mit 28 Kilometern im Sack, gefangen in freier Wildbahn und begebe mich bevor der Regen kommt nach Hause.

2:20:23 - bike
58.41 Kilometer


Freitag, 21. Juni 2013

Energievampier


Draußen 38°C, drinnen im Laden hinter der Theke 45°C. Selbst im Büro sitztend ist es mit 35°C schwierig die Gehirnwindungen am laufen zu halten. Die Klimaanlage im Laden kühlt nur den Gastraum, wir bekommen nichts davon ab. Den einzigen den es an solchen Tagen wirklich kalt ist sind die Fische.
So versuchte ich die letzten drei Tage zu überleben, Nachts zu schlafen und Tags nicht zu schmelzen. Morgens total gerädert mit immensem Schlafbedürfnis, Abends wusste ich endlich wie sich ein Wackelpudding fühlen muss. Überleben - selbst heute nach dem Job zog es mich ins Bett. Sogar der Wasserzettel blieb uneingelöst, an das geforderte wäre heute kein rankommen gewesen und das mag bei mir schon was heißen.
Somit eine total vergeigte Woche, oft brauch ich das nicht.

Sonntag, 16. Juni 2013

Auslaufen

Am Samstagabend deponiere ich alle nötigen Utensilien in das Auto so das ich am nächsten Morgen nur noch mich und das Rad dort deponieren muss.So hieß es zum zweiten Tag in Folge Raceday mit der Möglichkeit des Scheiterns.

Gestern abend habe ich mich rechtzeitg ins Bett begeben damit ich genug Zeit habe mich zu erholen. Nachts um eins wache ich auf und ich merke doch das Langstreckenschwimmen über 4km . Die Schulterblätter, Oberarme und Nacken maulen etwas nach, doch wache ich entspannt und erholt auf.
Zwei Toastbrote und Kaffee später befinde ich mich auf den Weg nach Ingolstadt und ich schaffe es noch rechtzeitig meine Startunterlagen zu holen, ein Parkplatz war dank des kleinem Autos sofort gefunden. Tja was sag ich immer. Ist das Auto noch so klein, das Rennrad das passt immer rein.

Beim einrichten der Wechselzone beschleicht mich mal ganz kurz Panik WO IST MEIN STARTNUMMERNBAND. Ich weis ich hab es eingepackt nur ich finde es nicht mit einem Griff. Etwas tauchen im Rucksack hilft und es ist da. Ein Blick in die Goodytüte zeigt, es wäre Ersatz vorhanden gewesen.
Die Wege in Ingolstadt waren letztes Jahr schon weit, dieses Jahr sind sie noch weiter. Vor eineinhalb Wochen stand das ganze Gelände noch unter Wasser, die geplante Wechselzone auch noch nach dem Abzug des Hochwassers abgesoffen.

Mit meinem Kram den ich nicht in der Wechselzone benötige begebe ich mich in Richtung Schwimmstart. Gebe meinen Rucksack in der Aufbewahrung ab und lausche während ich mich in den Neo begebe der Wettkampfbesprechung.
Komisch 20 Minuten vor dem Start keine Selbszweifel, keine Panik, ich weis das alles gut wird. Der Garmin hat seinen Satelitten gefunden und ich prügel in mein Hirn nur immer den linken Knopf zu drücken.
9:59:50 Uhr im Startbereich wird runtergezählt und pünktlich um 10:00 Uhr geht es ins Wasser. Ahhh ich mag es nicht, nein ich mag keine Waschmaschine. Stechen und Treten und es hört nicht auf und meine Badekappe will nicht da bleiben wo sie sein sollte, zu klein für die Menge der Haare. So ruppe ich mir immer wieder, ich glaube fast viermal das Ding wieder auf die Birne und in die Stirn. Kurz vor dem austieg aus dem Wasser rufe ich mir mein Mantra des Tages ab. Linker Knopf, linker Knopf. Es funktioniert, nur ich schau nicht auf die Uhr, steige aus dem Wasser und will zum Rad rennen. Laufen ist nicht möglich, der Boden ist so was von matschig und glitschig, ich gehe bis ich endlich am Teppich bin. Wahhh sind die Wege lang.
Ich schnapp mir das Rad, und laufe und laufe und laufe bis ich endlich auf "Die Perle" hüpfen kann. Linker Knopf, linker Knopf...es funktioniert, nur ich schau nicht drauf. Es wird Rad gefahren und nicht auf das Display geglotzt. Komisch war die Strecke letztes Jahr nicht wesentlich hügeliger, die Anstiege steiler. Egal ich fahre und fahre, nach 20 Kilometer gibt es ein flüssiges Gel, später wird sich noch reichlich gewässert. Doch da war er der Anstieg der mich letztes Jahr zweifeln lies, dieses Jahr war der Schreck weg.
Absteigen und wieder gefühlte Kilometer das Rad schieben. Ich erkenne nicht genau die Zeitnehmatte und schätze mal das Ende der Radstrecke und drücke auf den linken Knopf. An meinem Platz angekommen schlüpfe ich in meinen linken Schuh und suche meinen rechten. Hä...mag das irgend ein Knollo meinen Schuh verschossen haben, innerlich fluche ich und beschließe erst mal zu atmen und nicht in Panik zu geraten. Ein weiterer Blick zeigt mir das mein Schuh am meinem Pedal hängt. Wie das ging keine Ahnung aber Ruhe kehrt ein, rechter Schuh an, raus aus der Wechselzone und wieder den linken Knopf drücken.
Am Morgen als ich ins Auto stieg war es schön kühl, es nieselte sogar leicht, nur jetzt. Es wurde angenehm es wurde warm und auf der Laufstrecke wurde heiß. Mit 30°C knallte die Sonne auf die Laufstrecke und ich suche jeden Schatten. Bei jeder Versorgungsstation schütte ich einen Becher Wasser in mich und zwei über mich. Als die Helfer dies sahen kamen sie zu mir und ich bekam gleich einen ganzen Kübel in den Rücken geschüttet, Wahhhhhhh ein Urschei und weiter geht es. Bei der zweiten Runde läuft die Dusche. Nur dadurch wurden auch die Schuhe nass und ich laufe mir blasen. Bei Kilometer 5 stechende Schmerzen an den Fersen die ich glücklicherweise ausblenden kann und so laufe ich ins Ziel und linken Kopf drücken.
Trinken, nur trinken und ich schütte mir mal so einen Liter Schorle in mich hinein und schau erst jetzt auf das display von meinem Gremlin. Er spricht was von 3 Stunden und 24 Minuten.

Der Versuch Doppelbelastung ging somit mal nicht in die Hose



Samstag, 15. Juni 2013

Einschwimmen


Ich bleib in meinem Bett liegen und beschließe unsportlich mit dem Auto zur Regatta zu fahren. Schlafen heißt mein Motto nachdem ich, gefühlt, die halbe Nacht durch die 4 Wände gewandert bin.

Dort angekommen findet sich das gleiche Grüppchen am gleichen Ort vom letzten Jahr zusammen. 
Wie bei jedem Wettkampf frage ich mich Minuten vor dem Start was ich da eigentlich will und mache. Ich könnte doch gemütlich mit meinem Mann Frühstücken, ein Buch lesen oder in der Sonne liegen.
Auf das einschwimmen verzichte ich, schwimme aber vom Check-In zum Start und bin heilfroh das mir mein GöGa die Neoprenkappe eingeredet hat. Die Offiziellen 19°C hat es nie und nimmer, vielleicht am Uferrand, ich tippe um die 17°C. Vor einer Woche gab es an der gleichen Stelle ein Schimmverbot beim Tri-Cup da das Wasser 11°C hatte.

Zwei Seelen wohnen in meiner Brust und ich gebe der Vernunft nach. Lasse mich beim Startschuss nach hinten fallen und umgehe das stechen und treten. Bestzeitschwimmen ist ein anderesmal angesagt, ich habe morgen auch noch was vor. So schwimme ich gemütlich, dafür komme ich nicht "desorientiert" ins Ziel und mir ist nicht im anschluss 3 Stunden schlecht wie letztes Jahr.
So steige ich gut 2 Minuten später als letztes Jahr aus dem Wasser mit einer 1:31:56 aber fitt für morgen.
Nur sollte ich mal endlich aufhören nicht mehr im Zick-Zack zu schwimmen.


1:32:06 - swim
4432 Meter

Zu Hause angekommen wird die Beute (T-Shirt mit einem Autogramm von Faris Al-Sultan an meiner linken Schulter) abgelegt, ein Kaffee getrunken, um Koffeingeladen nochmals auf "der Perle" die Beine auszuschütteln.

0:46:16 - bike
14.48 km

Sonntag, 9. Juni 2013

Der Wind in meinen Beinen


Treten sollen sie die Beine des Gstell's. Herzfrequenz und Trittfrequenz sind heute kein gleiches Paar. Entweder ich fahre träumend im GA1 vor mich her oder ich trete so schnell das es mich beinahe aus meinem Sattel hebt, beides zusammen gibt es heute nicht und ich wähle letzteres.
Nach einer Stunde sind die Oberschenkel dicht und ich setzte mich auf eine der Bootplanken und genieße die Aussicht auf die Wettkampfstrecke am nächsten Samstag.

Ich breche bei der Halbzeit der Einheit ab, der Wind hat mir mein Kopfkino weggeblasen, und lasse es für diese Woche gut sein.
So gehe ich mit 52 km schwimmen, 1500 km Rad und 330 km laufen an den Versuch Doppelpack nächstes Wochenende. Dies sind immerhin 5 km mehr im Wasser, 500 km länger auf dem Rad und 30km mehr in den Beinen als letztes Jahr zum gleichen Zeitpunkt.

1:33:20 - bike
33.19km

Samstag, 8. Juni 2013

Schatz, ich hol mal kurz Kuchen

Im Land der fünf Seen an drei vorbei. Mein Weg führt mich am Pilsensee, Ammersee


 und Starnbergersee vorbei.
120 Kilometer fahre ich mit diesem Gefährt.
und das alles nur für ein Stück Käsesahne.

5:37:39 - bike
120.82 km

Freitag, 7. Juni 2013

Affentheater

Gestern für den Minisaurier einen Termin in der Werkstatt gehabt mit dem Ergebnis "wir" brauchen einen Gutachter. Ein weiterer Termin am nächsten Tag in der Krankenanstalt für Automobile wird ausgemacht. Beim nach Hause fahren halte ich an einem alteingesessenem Fahrradladen und gebe meine Wünsche bekannt. Ich benötige ein vorderes Laufrad mit eine Shimano Deore Nabe, schwarze Felge und Speichen. Warum? Irgendein Vollhorst ist meinem "kleinem Hai" auf die Vorderflossen getreten und hat die Nabe geschrottet. Zu Hause pack ich mein Vorderrad aus und stelle fest es ist das Falsche, für Scheibenbremsen gedacht. Arrrrg, ab wieder zurück und ich will ein passendes und bekomme zu hören das dies erst bestellt werden muss. Geld zurück, woanders hinfahren um endlich das passende Laufrad zu bekommen. Endlich, denn ich will mit dem "kleinen Hai" noch in den Biergarten. Beim Aufpumpen platz mir der Schlauch und mir der Kragen, lass alles stehen und schenk mir ein Unertl ein.

Heute früh am morgen spring ich in den Minisaurier um ihm den Onkel Doktor zu zeigen. Während der Gutachter begutachtet, ziehe ich meine Bahnen im Schwimmbad und bin am verzeifeln. Ich bekomme heute das Wasser nicht zu fassen. Erst ab Meter 1700 bekomme ich Zug und Druck in die Arme, der 900 Meter Block schwimmt sich von alleine und es gibt doch noch eine Punktlandung. Zurück in der Werkstatt bekomme ich die Diagnose des beaugäpfelns: wirtschaftlicher Totalschaden. Und das alles nur weil mir einer träumend hinten aufgefahren ist.

Ich hätte die letzten zwei Tage doch im Bett liegen bleiben sollen oder in den Zoo gehen um Tiere zu streicheln.

0:59:36 - swim
2700 Meter

Mittwoch, 5. Juni 2013

10.000 Tassen Kaffee


Beugen, strecken, heben, stoßen und das immer wieder mit hohen Wiederholungen. Auf der Fahrt nach Hause freue ich mich auf einen Kaffee, nur zu Hause ist der Tod meiner Kaffeemaschine zu vermelden.
Ich brauch sofort Ersatz sonst bin ich nicht lebensfähig.

1:20:00 kraft

Dienstag, 4. Juni 2013

Bitte mehr Wumms


Ich brauch einfach mehr Wumms in den Beinen auf dem Rad, da hilft auch keine Langhantel oder Kettelbell, da hilft einfach nur die "Berge" rauf und runter fahren.

Endlich, endlich hat es aufgehört zu regnen und ich springe mit Freude auf mein Rad. Wohl in letzter Minute denn die Äcker stehen gnadenlos unter Wasser, die Enten baden mitten im Mais und die kleinsten Mühlbäche werden zu reißenden Flüssen und passen nicht mehr in ihr Bett.
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Da sich durch den mistigen Regen der ganze Trainingsplan verschoben hat mache ich aus dem Dienstag einen Sonntag letzter Woche nur eine Stunde weniger. Es steht noch genug für diese Woche auf dem Programm.
So fahre ich ins Dachauer Hinterland und trete die dortigen Hügel zwischen Assenhausen, Pellheim und Pullhausen einige male auf und ab. Nur das große Gelüst nach einem Stück Kuchen lässt mich wieder nach Hause fahren.

2:44:47 - bike
60,7km - GA1

Montag, 3. Juni 2013

Es langt solangsam

Kreizkruzinesenholerbirnbamzefixnochamoildpfuideif i und noch mehr Schimpfkanonaden könnten mir jetzt für des Sauwetter einfallen. Wohl nicht mehr für den Rest der Republik verständlich und übersetzbar. Daher sag ich nur es kann nur besser werden wenn auch nur Tröpfchenweise. Nur mir fehlen durch den mistigen Regen die langen Dinger
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Es helfen nur bunte Schuhe und Intevallwoodo um die Regentropfen zu vertreiben.
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So komme ich tropfnass und glücklich wieder nach Hause 
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1:39:06 - run
13.43 km, GA1 mit I1 Intervallen

Sonntag, 2. Juni 2013

Alternative(n)


Ich könnte heute Schaufelräder an meine Felgen montieren und als Raddampfer im Dachauer Hinterland schwimmen.
Ich könnte heute auf den ersten Wechsel komplett verzichten und gleich im Neo radfahren.
Ich könnte auch heute mal im Freiwasser schwimmen. Weit muss man nicht fahren denn die Münchner Seenplatte weitet sich aus, genau wie die Isar die bald nicht mehr in ihr Bett passt.
Ich könnte auch die Laufschuhe mit den Flossen tauschen und durch den Schlosspark watscheln. Die Enten hätten wohl ihre Freude daran.

Ich kann aber auch den Sonntag zum Montag machen und ins Wasser gehen.
Wieder stehen die 5x500 Meter und die 8x50 Meter Temposteigerung auf dem Plan und diesmal schaffe ich eine Punktlandung. Yeah endlich. Dann kannn es ja in 2 Wochen losgehen.

1:02:43 - swim
3000 Meter

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Da geht das eine Schwimmtürchen zu und dafür öffnen sich gleich zwei neue. Nachdem das 24h-Schwimmen in Haar abgesagt wurde, bekam ich di...