DNS gibt es diesmal nicht


Zu viel komme ich gerade nicht, nein von viel ist absolut übertrieben ich komme gerade zu gar nichts. 6 Tage Woche mit 55+ Stunden in der Woche ist eher die Regel. Ich komme nach Hause und bin bedingt durch die Temperaturen innen und außen nur müde und die Beine sind schwer wie Blei. Das Training bleib auf der Strecke und ich schaffte es letzten Sonntag mal gerade für eine kleine Genußrunde auf dem Rad.


Und trotzdem stand da noch ein Termin für Sonntag im Kalender. Am Samstag steht für mich noch die Teilnahme am Karlsfeder Triathlon absolut in den Sternen. Müde, Kopfschmerzen und die Lust steht eigentlich nur nach Sofa und Bett. Die Entscheidung wird auf Sonntag vertagt.

Am Sonntag in der früh wache ich von alleine morgens um sechs auf, aha wohl ausgeschlafen, und Hüpfe wohl gelaunt aus dem Bett und genieße die erste Tasse Kaffee. Mit dem packen vom Rucksack ist die Entscheidung getroffen in Karlsfeld an den Start zu gehen, Rad und Laufschuhe stehen ja immer griffbereit. Das Rad wird nochmals überprüft, auf den Neo verzichte ich denn ich erwarte auf Grund der Temperaturen der letzten Wochen ein Neoverbot und wenn dann schwimme ich auch ohne. Drei Flaschen Iso noch gefüllt und den Bauch mit zwei Toast mit Pflaumenmus.

Es ist Zeit los zufahren und so wird alles im Mini verstaut und auf dem Parkplatz in Karlsfeld werde ich schon staunend gefragt wie denn da ein Rennrad reinpasst. Die Startunterlagen abholen, Helm und Rad bekleben und rein in die Wechselzone um einzuchecken und mir meinen Platz einrichten. Nach ein paar Handgriffen liegt alles bereit und ich werde an meinen ersten Start und wie aufgeregt ich damals war erinnert, denn meinem Nebenmann geht es so. 

Vor meinem Start müssen erstmal die Athleten der Kurzdistanz ins Wasser und ich schau mir deren Start im Wasser an und feuere diese auf dem Weg aus dem See zum Rad an bevor es für mich Zeit wird mich einzuschwimmen. Es dauert bis ich mich doch an die Temperatur vom Wasser gewöhnt habe aber kaum ist auch endlich der Kopf im See geht es. Jetzt muss nur noch die Schulter halten.

Um 10:25 fällt für mich der Startschuss und ich halte mich aus der Waschmaschine raus, ich will nur die 500 Meter ohne Beschwerden durch das Wasser kommen. Irgendwann finde ich auch meinen Platz und nach 0:11:43 bin ich aus dem Wasser und die 330 Meter durch T1 sind in 0:3:43 erledigt.
Ab geht es auf das Rad. die ersten Meter führen über einen Feldweg bei dem Überholverbot ist und irgendwann heißt es Feuer frei. Irgendwann sind die Beine locker mach mich flach auf dem Auffliegen und "fliege" unter den üblichen Windböen im Norden von München. Die Uhr ist am Arm ein Blick drauf erspare ich mir und fahre einfach was geht...bis ich merke das irgendwas nicht stimmt. Das Hinterrad fängt das schlagen an und ich weiß nicht warum. In meinem Kopf geht nur noch herum die letzten knappen 8 Kilometer auf dem Rad ins Ziel zu kommen. Hoppelnd und eiernd geht es nach 25 Kilometern und 0:54:10 wieder in die Wechselzone. T2 ist in 0:04:31 und 350 Metern erledigt und ich bin auf der Laufstrecke.
Puh ist das heiß genug ISO habe ich vor dem Start und auf dem Rad in mich geschüttet jetzt will ich eigentlich nur noch Literweise Wasser über mich gießen. nach gut 500 Meter merke ich das was gewaltig an meinen Füßen schief läuft. Nein ich bekomme mal wieder meine übliche Blasen. Also stehen bleiben und die zu fest geschnürten Schuhe lockerer machen und weiter laufen. Na es ist eher ein quälen. Die Anstiege über die Autobahnbrücke muss ich gehen, es scheuert zu sehr an der Ferse und auch so muss ich bis Kilometer zwei Gehpausen einlegen bis ich einigermaßen Rund laufe. Bei Kilometer 2,5 gibt es endlich eine Wasserstation und es landet wieder alles über meinem Kopf, es ist einfach heiß in der prallen Sonne. Mit einem rhythmischen Platsch und Quatsch geht es zurück ins Stadion und nach 0:40:11 laufen bin ich endlich im Ziel.


Nach gesamt 1:54:19 bin ich im Ziel, hole mir mein Siegerbier ab und mache mich wieder auf den Weg zu meinem Rad. Bei zusammenpacken meiner Sachen bemerke ich das Disaster. Am Hinterrad hat sich die Lauffläche von meinem Mantel am Reifen gelöst und ich hab riesen Glück gehabt keinen Reifenplatzer auf der Strecke zu haben. Die Laufschuhe sind wohl die von Aschenputtel ich habe mir zwei mordsmäßige offene Blasen gelaufen. Beim check-out spricht mich ein Teilnehmer auf Rad und Füße an...Damit hast du gefinisht? Er meinte er hätte so nach 200 Meter das Rennen abgebrochen.
Reifenplatzer


Ich breche doch wegen ein paar Schwierigkeiten kein Rennen, mein einziges dieses Jahr, ab. Trotz all den Widrigkeiten freue ich mich wie Bolle ins Ziel gelaufen zu sein. Das grinsen im Gesicht ist heute noch, denn seit Anfang Mai wegen dem gesundheitlichem aus und Chaos im Job bin ich eigentlich nicht mehr vernünftig ins Training zurück gekommen.

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